Historie

Der heute sogenannte Capitelshof in Opherten hat seinen nachweislichen Ursprung im Jahre 1560. Erbaut wurde er durch zwei adlige Gutsbesitzer aus Ameln (Gemeinde Titz) schon damals zum Zwecke eines Lehnshofes (Pachthof). Um 1600 haben die Eigentümer den Gutshof dem Domkapitel Aachen zugunsten des Marienstiftes überschrieben. Seit dieser Zeit wurde das Gut offiziell unter dem Namen „Kapitelshof“ geführt. Der erste namentlich erwähnte Pächter war, eingetragen in den historischen Annalen als Herr Lennartz, Gutsherr zu Opherten, genannter wohl- ehr- und achtbarer, wohlvornehmer Halbwinner des freiadligen Gutes von 69,6 ha Boden. Das Gut als dem Marienstift gehörend, war steuerbefreit. Innerhalb der Familie Lennartz wurde 1713 Herr Stommels, der Schwiegersohn der Familie, Nachpächter des Hofes. Im Jahre 1765 pachtete ebenfalls durch Einheirat J.G. Fleuster, ein Gutsbesitzersohn aus Jackerath, das freiadlige Gut. Die Familie Fleuster lebte hier mit den Schwiegereltern, 12 Kindern, 9 Knechten und 3 Mägden. Mit Beginn des 18. Jahrhunderts und der napoleonischen Neuzeit ließen die französischen Verwaltungen Kloster- und Kirchengut säkularisieren (versteigern zum Auffüllen der französischen Kriegskasse), so auch den „Kapitelshof“ der nunmehr mit „C“ geschrieben wurde. Erworben hat den Hof der damalige Pächter
J.G. Fleuster, Gutsbesitzer und Municipal-Agent (vergl. Bürgermeister oder Ortsvorsteher) in Opherten, eingesetzt durch die französische Verwaltung. Noch heute kann man auf dem Friedhof von Opherten in Mündt zwei Grabsteine mit entsprechenden Inschriften der Familien Lennartz“, „Stommels“ und  „Fleuster“ finden.
Durch die vielen Generationswechsel und verschiedene Erbschaften ist die Hoffläche bis Mitte des 20. Jahrhunderts auf 25 ha geschrumpft, sodaß nur durch Zupachtung eine Wirtschaftlichkeit des Hofes gesichert werden konnte.




Ungefähr bis Ende des 1. Weltkrieges bleibt der Hof im Besitz der ursprünglichen Familie Fleuster und Geschwister, erst dann erwirbt ihn die Familie Scheiff, ein Vieh- und Pferdehändler aus Belgien. Die günstige Bahnanbindung in Titz ermöglichte ihm einen florierenden Handel im 3-Länder-Eck mit den begehrten Kaltblut- und Arbeitspferden sowie den Einsatz seiner Zuchtbullen im regionalen Bereich. Seit 1966 wurden die Eheleute Müller Eigentümer des Capilteshofes. Beide stammen aus landwirtschaftlichen Betrieben und setzten ihren Lebenserwerb mit Ackerbau und Milchviehhaltung hier fort und bewirtschafteten den Hof bis 1976.
Der inzwischen stillgelegte Hof wurde im Jahre 1993 von S. Renker, J. Schenk und Sohn Philipp gekauft. Es sollte ein Domizil für Familie und für das Hobby Pferde werden. Mit der Zeit wurden einige Umbauten und Renovierungen an den Hofgebäuden und an den Aussenanlagen  vorgenommen, sodaß der Hof im Laufe der vergangenen Jahre seine ursprüngliche Struktur mit der Rekultivierung des ehemaligen Karpfenweihers und Erhaltung der Obstbaumwiesen und Kopfweiden wiedergewonnen hat.          



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