Steinkauzgeräusche in 2017

Es flattert lautlos, aber balzt unüberhörbar. Das Steinkauzpaar ist auch in diesem Jahr aktiv. Wir wünschen einstweilen gutes Gelingen, viele Eier und warten gespannt auf das Ergebnis im Juni!

 

Steinkauz 2016

Auch in 2016 hat die Steinkauzlady sich wieder dem Brüten hingegeben, dieses Mal wieder in der alten Eiche. Allerdings hat der Bruteifer nur einem Steinkauzkind auf die Welt geholfen, es gab im Frühjahr auch viel schlechtes Wetter und der Mäusebestand nicht so, wie eulenmässig wünschenswert, aber nach wie vor bleibt das Brutgeschäft ergolgreich. 

 

Neues von der Eulenfront 2015
5 ! 
Steinkauzkinder sind im 5 Sterne Revier Capitelshof

Mitte Juni kamen Frau Siehoff und Herr Leyfeld, um die 2015er Steinkauzküken zu beringen. Leider blieb der hohe Leiteraufstieg von Michael Leyfeld im Pflaumenbaum unerfreulich, die Nistkiste war leer ! - enttäuschte Gesichter schienen das zu bestätigen, was im Vorfeld angekündigt wurde: Wenn die Halle gebaut wird, stört das den Steinkauz. Für mich war das eigentlich kaum vorstellbar, dass der Steinkauz nicht gebrütet hat, denn den ganzen Winter über konnte ich ihn beobachten und hören, in der Balzzeit laut und deutlich. Selbst heute, am Stichtag, flog er  durchs Revier. Da in der alten Eiche an der oberen Grenze der Hangwiese seit Jahren eine bis dato ungenutzte Nisthilfe hing, schlug ich vor, dort einmal nachzuschauen. Da hat er doch noch nie gebrütet, kam es enttäuscht von seiten der Eulenfachleute. Trotzdem - Herr Leyfeld schleppte die Leiter den Hang hoch, stellte sie an der alten Eiche an und -  vernahm in der Nistkiste ein leises Kratzen. Wie groß war dann die Freude, das sich dort 3 Eulenkinder aneinanderkuschelten. Allerdings noch zu klein, um sie zu beringen. Dann, 2 Wochen später kam Frau Siehoff erneut zum Beringen und staunte nicht schlecht, dass in der Kiste nunmehr 5 schon ziemlich ausgefiederte Eulchen sassen. Problemlos verlief das Registrieren und kaum 10 Tage später können die Kleinen mittlerweile auch bestens fliegen. Wer sie abends im lautlosen Geschwader über dem Hof gleiten sehen will, kann uns gerne besuchen. Ich habe das Glück jeden Abend und viel Freude daran, helfen die Eulen doch auch unserem Kater Theo bei der Mäusereduzierung. Durch den Sturm 2 Jahre vorher hat die alte Eiche (als Baumdenkmal eingetragen) 2/3 ihrer ursprünglichen Gröee eingebüsst mit dem Vorteil für den Steinkauz, dass die Aussicht auf das darunterliegende Mäuserevier sehr viel übersichtlicher geworden ist. Die Entfernung der Eiche von der Halle ist sogar noch geringer, als die des Pflaumenbaumes.

 

Ophertener Steinkauz im Pflaumenbaum
- auch 2015  ins Brutgeschäft eingestiegen
? 

Ob mit Erfolg, wird sich erst herausstellen, wenn Frau Siehoff von der EGE zum Beringen kommt. Allerdings war es Anfang des Jahres etwas dicht bevölkert im Eulenrevier - der Bussard, der durch den Sturm im letzten Jahr alle seine angestammten Brutplätze verloren hat, trieb sich vermehrt im Pflaumenbaumrevier herum, ebenso die Waldohreule, die in 2014 ja bereits mit 3 Jungvögeln aufgewartet hat. Wir haben dann im April 23 grosse Bäume gepflanzt und für den Bussard Julen an den Wiesen hinterm Hof aufgestellt, sodass sich die Vogeljagdreviere in 2 Abteilungen aufteilen. Seitdem bleibt der Bussard vermehrt auf dem für ihn vorgesehen Platz.

Ophertener Steinkauz -
auch im Pflaumenbaum 2014 erfolgreich im Brutgeschäft

Unsere Capitelshof Steinkäuze haben mal wieder ihr biologisches Soll erfüllt. 2 Steinkauzküken konnten nach Pfingsten von Frau Siehoff beringt werden. Eine Überraschung kam für die Steinkauzeltern daber dieses Jahr dazu: Sie wurden kurzerhand  Zwangsadoptiveltern, denn der Jahundertsturm "Ela" vom Pfingstmontag hat im Oberdorf 2 Küken zu Waisenkindern werden lassen. Diese Zwei wurden einfach mit in die Nisthöhle dazugesetzt und problemlos von den neuen Eltern angenommen und gefüttert. Da dieses Jahr ein überaus mäusereiches ist, haben sich nicht nur die Steinkäuze vermehrt, sondern auch noch die Waldohreulen, die kurz vor Pfingsten munter im Birkenbaum vor dem Küchenfenster ihre abendlichen Spielstunden abhielten.

 

Ophertener Steinkauz vom Capitelshof auf grosser Tour

Von Frau Doris Siehoff bekamen wir folgende Meldung als PDF Datei HIER klicken.

Das bedeutet, dass ein in Opherten auf dem Capitelshof im gelben Kirschbaum im Jahr 2011 geschlüpftes Steinkauzmädchen bis nach Hessen geflogen ist, um sich dort ein neues Revier zu suchen. Sie wurde in einer künstlichen Nisthilfe gefunden, ihre Beringungsdaten abgelesen und wieder freigelassen. Wir wünschen der Steinkäuzin ein ebenso schönes Revier, wie das, wo sie die ersten Flugstunden unternommen hat und viel Erfolg bei der Erhaltung ihrer schönen Art "Athene noctua" und ein friedliches Miteinander von allen Menschen und Tieren, auf die sie angewiesen ist.

 

Die Steinkäuze aus dem Jahr 2013

Der Sturz und das Ende des Kirschbaumes konnten unsere Steinkäuzin nicht erschrecken - das Revier um den Capitelshof ist anscheinend so schön und ideal, dass die geflügelte Dame kurzerhand in den im alten Pflaumenbaum aufgehangenen Nistkasten umgezogen ist. Gänzlich angstfrei liess sie sich bei der Futtersuche in der Dämmerung aus einem Abstand von weniger als 15 m fotografieren und ging auch sonst ihren alltäglichen Eulengeschäften nach. Zu unserer und zur großen Freude von Frau Siehoff hat sie im neuen Domizil auch gleich wieder gebrütet und in diesem Jahr 2 Federkinderchen großgezogen. Auch diese wurden Ende Juli beringt und wir hoffen, dass sie ein ebensogutes Revier finden werden, um diese sympathische, kleine kauzige Eule auch für die Zukunft populationsfit zu halten.

 

Die Steinkäuze aus dem Jahr 2012

3 kleine, mittlerweile flügge Federbällchen saßen Mitte August in der Nisthöhle vom umgekippten Kirschbaum um sich von Frau Siehoff (EGE) beringen zu lassen. Leider heißt es jetzt für die gefiederten Eltern, den Umzug anzutreten, bzw. anzufliegen, da der mittlerweile gänzlich umgefallene Kirschbaum entfernt werden muß. Er war im August 2011 in der Mitte auseinandergebrochen, der rechte Teil kippte zu Boden, die andere Hälfte mit dem Ast, an dem die Niströhre hing, blieb jedoch stehen. Wir ließen den Baum so, wie er war, um dem Steinkauz das Brüten im Folgejahr zu ermöglichen. Nun aber, nachdem auch der linke Teil des  Baumes im Juni bei einer Sturmböe gefallen ist, muß der Baum nun leider seinen letzten Nutzen für uns antreten: nachdem er uns jahrelang viele gelbe Kirschen gebracht hat und den Pferden als Schattenspender gute Dienste geleistet hat (das schönste Erlebnis war immer die alte Schimmelstute Calyna mit ihren Fohlen unterm blühenden Kirschbaum im April), wird er uns nächsten Winter warm halten. Und ebenso warm eingerichtet wartet schon die neue Nist-Höhle des 5-Sterne Steinkauz-Reviers im alten Pflaumenbaum vor dem Winterpaddock der Camarguepferde. Wir hoffen, daß den Steinkauzeltern die neue Wohnung gefällt und sind gespannt, ob sie dahin umziehen. Im Pflaumenbaum rumgeturnt sind sie aber schon...